LEBENSLAUF
Sein vielseitiges technisches Können verdankt dieser junge Künstler einem Studium an der ehemaligen Werkkunstschule Krefeld und der Arbeit im familieneigenen kunsthandwerklichen Betrieb.
Karl Wissing, Jahrgang 1970, zählt zu jenen raren Künstlern, die nicht von einem Stil geprägt werden, sondern Stile erschaffen, um eine künstlerische Herausforderung zu meistern. Die Plastik ist das Lieblingsgebiet des Künstlers, der auch illustrativ tätig ist und dessen Motive mittlerweile auch in die industrielle Gebrauchskunst Eingang gefunden haben.
Seine frühe künstlerische Reife manifestiert sich in den ausdrucksstarken Papst-Plastiken. Von Karikatur oder Provokation zu sprechen verbietet sich hier. Zu ambivalent und mitreissend ist die Gestaltung jener Gratwanderung zwischen Charisma und erdrückender Autorität, die das kulturgeschichtliche Phänomen des Priesterkönigs kennzeichnet.
Poetisch und flüchtig wie Sonnenstrahlen sind die träumenden Frauenfiguren, deren ganze Gefühlsintensität in ihren exotisch-fülligen Gesichtern aufblüht. Sie gleichen Blumen, die sich dem Licht entgegenstrecken.
Unverhüllt erotisch zeigt sich dagegen die venezianische Tänzerin, deren bewegter junger Körper und schwungvolles Gewand eine sinnliche Energie verströmen.
Sein künstlerisches Debüt gab der damals 24-Jährige 1994 mit einer repräsentativen Einzelausstellung in Bocholt. Seit 1998 ist Karl Wissing auch auf internationalen Kunstmessen vertreten wie etwa der „Ambiente und Premiere“ in Frankfurt oder der „Art Expo New York“.
Das Museum Catharijne Convent in Utrecht/Holland führt Werke von Karl Wissing in seinem Museumsshop.